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Kindertherapiezentrum Dresden

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drei Kinder des Kindertherapiezentrums Dresden

Inhaltsbereich: Schnullerallarm

Wer kennt es nicht -– ein Kind wird freudig erwartet und bevor es das Licht der Welt erblickt sind Eltern damit beschäftigt das entsprechende Equipment heranzuschaffen: Kleidung, Wiege, Stillkissen, Windeln, Kosmetik – doch halt, im Regal neben Cremes, Feuchttüchern und Co lagern in Mengen Schnuller – bunt, rund, flach, Silikon, Kautschuk...
Als Eltern steht man ratlos davor und sucht nach Antworten auf viele Fragen.

"Braucht unser Kind einen Beruhigungssauger?"
Hier unterscheiden sich Ansichten von Eltern, Medizinern, Hebammen, Psychologen und Therapeuten oft. Immer wieder wird die Meinung vertreten, ein Sauger wird von einem Kind in den ersten Lebenstagen und Wochen nicht benötigt, da das Kind sich in dieser Zeit an das Trinken aus Brust oder Flasche gewöhnen soll. Das zusätzliche Saugen am Schnuller könnte dabei zu so genannten "Saugverirrungen" führen.

Das Bedürfnis zum Saugen ist angeboren. Beim Stillen oder dem Trinken aus der Flasche wird hauptsächlich die Nahrungsaufnahme gewährleistet, gleichzeitig wird aber auch das bestehende Saugbedürfnis befriedigt. Das Kind verbringt einen Teil der Mahlzeit mit dem eigentlichen Trinken (erkennbar an dem sehr intensiven Saugen und dem darauf folgenden Abschlucken der Nahrung) und den anderen Teil mit dem "Lutschen" an Brust oder Flasche (zu erkennen an der erhöhten Saugfrequenz, der geringeren Saugintensität und dem wenigen Abschlucken).
Dieses "Lutschen" ist ein sehr wichtiger Prozess, da bei diesem Saugen überschüssige Erregungsenergien des Kindes abgebaut werden.
Jedes Kind hat ein eigen stark ausgeprägtes Saugbedürfnis. Wird dieses in der Zeit der Nahrungsaufnahme nicht ausreichend befriedigt, sucht sich das Kind ein Äquivalent, so z. B. den Daumen. Ein "Beruhigungssauger" kann helfen, dieses Bedürfnis zu befriedigen und damit zur Ausgeglichenheit des Säuglings beizutragen.
So genannte "Saugverirrungen" sind Ausnahmen und treten vorwiegend bei Säuglingen auf, bei denen die Nahrungsaufnahme aus anderen Gründen wie z. B. einer muskulären Schwäche erschwert ist.

"Welcher, der vielen angebotenen Sauger ist der Richtige?"
Bei einem Neugeborenen füllt die Zunge den gesamten Mundraum aus. Hat das Kind einen Sauger im Mund, wird die Zunge nach unten gedrückt und der Unterkiefer wird in eine Tiefstellung gebracht. Sehr dicke, runde Sauger fördern bei ständigem Gebrauch diese unkorrekte Zungen- und Kieferlage mehr als flache Sauger. Die Folge können Fehlstellungen der Zähne und des Kiefers sein.
Das Material des Saugers spielt eine nebengeordnete Rolle. Silikonsauger sind härter als Sauger aus Kautschuk, demzufolge benötigt das Kind mehr Kraft, um an ihm zu Saugen.

"Wie lange darf mein Kind seinen Schnuller behalten?"
Um Zahn- und Kieferfehlstellungen zu vermeiden, sollte sich ein Schnuller nicht ständig im Mund des Kindes befinden. Setzen Sie ihn dosiert ein in Situationen, wie z. B. dem Einschlafen oder dem "Trost" spenden. In der Regel wird empfohlen den Sauger bis zum 3. Lebensjahr zu entwöhnen. Viele Eltern fühlen sich mit dieser Aussage oft etwas allein gelassen, helfen doch nicht immer Weihnachtsmann, Osterhase und Co. Jedes Kind reagiert anders auf den Verlust des treuen Begleiters. Grundsätzlich sollten Sie überlegen, ob Sie die Abgewöhnung des treuen Begleiters über einen bestimmten Zeitraum gemeinsam mit Ihrem Kind vornehmen oder der Schnuller von heute auf morgen einfach verschwindet. Letzteres wird eher durch Zufälle geschehen, z. B. wenn der Schnuller irgendwo vergessen wurde.

"Was kann ich tun, wenn mein Kind den Sauger verweigert?"
Es ist eher selten, dass Kinder den Sauger gleich beim ersten Mal vollständig akzeptieren. Der Mundraum ist bei Babys ein sehr sensibler Bereich und der Beruhigungssauger nicht aus körpereigenem Material. Häufig wird er anfangs mit der Zunge wieder nach draußen transportiert, so dass er sich nicht ständig im Mund des Kindes befindet. Oft wird dies von Eltern als "Verweigerung" interpretiert. Bieten Sie den Sauger immer wieder an und helfen Sie Ihrem Kind durch leichtes Festhalten des Saugers, diesen im Mundraum zu erforschen. Bis das Kind den Sauger vollständig akzeptiert, können schon ein paar Tage oder Wochen vergehen.

Allerdings sollte kein Kind gezwungen werden, einen Sauger zu benutzen! Manche Kinder sind im Mundraum hypersensibel und können fremde Materialien nicht akzeptieren. Beobachten Sie Ihr Kind genau und probieren Sie es gegebenenfalls zu einem anderen Zeitpunkt erneut.

Sind bei Ihnen weitere Fragen entstanden, können Sie sich jederzeit gern an unsere Praxis für Logopädie im Kindertherapiezentrum Dresden wenden. Nutzen Sie dafür unser kostenloses Kontaktformular oder rufen Sie uns an!

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